Arabische Gewürze: Vom Handel zum Genuss
Schon in der Antike war Arabien ein zentraler Knotenpunkt des Gewürzhandels. Viele Handelswege von den berühmten Gewürzherkunftsgebieten im fernen Osten, den Molukken, Indien und China führten durch die Region auf ihrem langen Weg nach Europa. In Arabien waren die Gewürze noch zu günstiger zu haben als in Europa, wo sie erst auf die Märkte gelangten, nachdem viele Zwischenhändler ihre Verdienste damit gemacht hatten. Gewürzhandel war ein lukratives Geschäft. Es gab also in der arabischen Küche, keinen Grund dafür, mit Zimt, Nelken und Pfeffer zu sparen – und das schmeckt man den leckeren Schmortöpfen, Reis-, Hülsenfrucht-, und Gemüsegerichten bis heute an.
Zutaten vieler arabischer Gewürzmischungen wie Ras el Hanout, Baharat und Zatar
Die wärmende, komplexe Geschmacksvielfalt arabischer Gerichte erhalten sie durch
- Cumin
- Kardamom
- Koriander
- Kreuzkümmel
- Muskat
- Pfeffer
- Piment
- Sumach
- Zimt
Einzeln oder in Mischungen zaubern sie ein herrlich reiches Aroma an arabische Speisen.
Arabische Gewürze und wie Sie sie verwenden
Kardamom, Pfeffer und Koriander kommen in einer Vielzahl von Gerichten zum Einsatz: In Eintöpfen wie Harira sorgen sie für Tiefe und Wärme, während sie Reisgerichten wie Kabsa, Mandi oder Mujadarra eine aromatische Würze verleihen. Auch Grillgerichten, insbesondere mit Lamm oder Hähnchen, geben die Mischungen einen charakteristischen, ganz besonderen Geschmack. Selbst süße Speisen wie Baklava oder Halva profitieren von den warmen Noten von Zimt und Kardamom. Kurz gesagt: Arabische Gewürze machen jedes Gericht zu einem einzigartigen Erlebnis für die Sinne.